So schlecht steht es um die Facebook Privatsphäre

Es gibt wohl kein soziales Netzwerk, das die moderne Kommunikation so stark beeinflusst hat wie Facebook. Trotz des inzwischen bunten Spektrums an sozialen Netzwerken und Messengern gehört Facebook nach wie vor zu den weltweit beliebtesten Diensten – und das trotz seines Rufs, es mit der Privatsphäre seiner Nutzer nicht allzu genau zu nehmen. In den vergangenen Jahren wurde Facebook mit zahlreichen Vorwürfen dieser Art konfrontiert, vor allem in Bezug auf die Weitergabe von Nutzerdaten. Eine kürzlich veröffentlichte Studie sowie der Artikel eines Technikmagazins verstärken diesen Eindruck nun. Demnach verwende Facebook nicht nur Nutzerdaten für Werbezwecke, sondern auch die Handynummern aus der Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie sogenannte „Schattendaten“ aus Adressbüchern. Wir verraten euch, was sich dahinter verbirgt und wie ihr eure Facebook Privatsphäre schützen könnt.

Neue Vorwürfe gegenüber dem Umgang von Facebook mit Privatsphäre

Schlechte Datensicherheit bei Facebook

Die Facebook Privatsphäre steht seit geraumer Zeit in der Kritik. Vor kurzer Zeit wurde diese Kritik erneut befeuert: Forscher von zwei US Universitäten sowie eine Journalistin des Technikmagazins „Gizmondo“ haben herausgefunden, dass Facebook die Daten seiner User in größerem Umfang für Werbezwecke nutzt als bisher bekannt. Zudem würden dafür auch Nutzerdaten aus zweiter Hand verwendet, die über das Adressbuch der Nutzer ausgelesen werden. Die aktuelle Kritik an Facebooks Datensicherheit besteht aus zwei Teilen: Facebook zweckentfremde erstens seine Zwei-Faktor-Authentifizierung und lese zweites Kontakte, beispielsweise auf eurem Smartphone, aus.

1. Missbrauch der Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung besteht zu dem Zweck, die Facebook Privatsphäre zu schützen. Diese soll gewährleisten, dass auch tatsächlich ihr euren Account nutzt und nicht jemand anders. Das Verfahren funktioniert im Prinzip ganz einfach: Wenn ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, fragt euch Facebook beim Login nicht nur nach eurem Nutzernamen und Passwort, sondern auch nach einem „zweiten Faktor“ – wie beispielsweile nach einer Zahlenkombination. Diese Ziffer wird dann bei Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung an eurer Android oder iOS Gerät geschickt. Smartphone- und Account-Besitzer sollen unterm Strich also dieselbe Person sein. Auf diese Weise lässt sich, so Facebook, gewährleisten, dass wirklich nur ihr alleine Zugang zu eurem Account habt und dieser nicht von Hackern zugänglich gemacht werden kann. In diesem Verfahren werdet ihr ebenfalls aufgerufen, eure Handynummer zu hinterlegen. So weit so gut. Was durch die aktuellen Recherchen jedoch ans Tageslicht kam, ist, dass eure verwendete Handynummer für Werbezwecke missbraucht bzw. von Facebook genutzt wird. Facebook bestreitet nicht, dass es eure eingegebene Handynummer für das Targeting von Werbeanzeigen nutzt, weist darauf jedoch auch nicht ausdrücklich hin.

2. Auslesen von Adressbüchern

Zudem wurde durch die kürzlich veröffentlichten Recherchen festgestellt, dass Facebook auch Kontakte aus eurem Adressbuch für Werbezwecke benutzt. Dies geschehe dann, wenn ihr Facebook den Zugriff auf eure Smartphone-Kontakte erlaubt. Wenn dies zutrifft, bedeutet das einen nicht unerheblichen Eingriff, nicht nur in eure Facebook Privatsphäre, sondern in die persönlichen Daten auf eurem Smartphone insgesamt. In welchem Umfang eure Telefonbucheinträge von Facebook genutzt werden, ist aktuell nicht zweifelsfrei belegbar. Facebook selbst bestreitet die Vorwürfe. Der Verdacht, dass an der Kritik etwas dran sein könnte, bleibt jedoch bestehen. Dafür stand das soziale Netzwerk in der Vergangenheit zu oft in der Kritik. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Gesichtserkennung von Facebook, die das Unternehmen erst nach mehreren rechtlichen Anläufen in Deutschland einführen durfte. Auch hier besteht die Vermutung, dass Facebook Daten über verschiedene Nutzer sammelt und diese für Werbezwecke einsetzt.

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Wie gut ist die Facebook Datensicherheit?

Was ihr tun könnt, um eure Facebook Privatsphäre zu schützen

Wie so oft gibt es keine Methode, die euch im Umgang mit Social Media umfassend vor der Weiterverwendung eurer Daten bewahrt. Der konsequente Weg wäre es, komplett auf die Nutzung von Sozialen Medien zu verzichten. Da dies heutzutage jedoch unrealistisch ist, empfiehlt es sich daher genau darauf zu achten, welche Daten ihr preisgebt und welche Zugriffsrechte ihr, in diesem Fall Facebook, auf euer Smartphone gewährt. Wenn ihr beispielsweise von der Zwei-Faktor-Authentifizierung Gebrauch machen wollt, gebt nicht eure Handynummer ein. Stattdessen empfiehlt es sich, spezielle Apps, wie z.B. „Authenticator“ von Google zu nutzen. Damit könnt ihr die Eingabe eurer Handynummer vermeiden und den Sicherheitscode von Facebook lokal auf eurem Smartphone speichern.

Facebook Privatsphäre & Werbung

Wenn es ein Thema gibt, weswegen Facebook in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik stand, ist es zweifelsohne sein Umgang mit Nutzerdaten. Obwohl es ein offenes Geheimnis ist, dass kostenlose Plattformen wie Facebook, Google oder Twitter ihren Profit aus Nutzerdaten generieren, wurde dies erst in den letzten Jahren verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert. Besonders mit der Professionalisierung seines Werbesektors musste sich Facebook mehrfach mit Kritik auseinandersetzen – insbesondere wegen der Verwendung von Nutzerdaten, die Facebook anderen Unternehmen gegen Geld zur Verfügung stellt, um Werbung zu schalten. Dieser Vorgang ist legal, wird jedoch bis heute kontrovers diskutiert, da Facebook dies, laut vieler Kritiker, nicht transparent genug kommuniziere. Laut Facebook habe der Schutz von Privatsphäre und persönlicher Daten höchste Priorität. Dass es zum festen Geschäftsmodell gehört, diese Facebook Privatsphäre gegen Profit anderen Unternehmen für Werbezwecke zugänglich zu machen, lässt diese Aussage jedoch wenig glaubwürdig erscheinen. Vorfälle wie die vermeintliche Einflussnahme Russlands in den US Präsidentschaftswahlkampf im Jahre 2016 verstärken das Bild des nachlässigen Umgangs mit der Facebook Privatsphäre. Geht also bei der Verwendung von Facebook und anderen sozialen Medien behutsam vor und gebt nicht leichtfertig persönliche Informationen von euch preis oder gewährt Zugriffsrechte auf euer Smartphone. Wie ihr mit fünf einfachen Tipps euren Facebook Datenschutz grundsätzlich erhöhen könnt, erfahrt ihr hier.

Noch mehr Fragen zur Datensicherheit beim Handy?

Nicht nur Facebook, sondern auch viele andere Konzerne möchten Zugriff auf eure Daten. Beim Smartphone ist das Risiko unwahrscheinlich hoch, doch wir zeigen euch, wie ihr Schwachstellen erkennen und umgehen könnt. Klickt euch durch diesen Ratgeber-Bereich oder durch einen unserer vielen anderen Kategorien, um mehr zu erfahren.

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